Das Apostolische Schreiben Maximum illud vom 30. November 1919 enthielt ein neues, in die Zukunft weisendes Programm der katholischen Mission. Papst Benedikt XV. forderte eine bessere Vorbereitung der Missionare, ein Eingehen auf kulturelle und nationale Eigenheiten der Völker und die Ausbildung eines einheimischen Klerus.

Aufforderung zur Missionierung

Diese Forderungen, so schrieb er, bedeute die Abkehr vom selbstgerechten europäischen Allmachtsanspruch und die Öffnung für den Eigenwert fremder Mentalitäten. „Denkt daran“, schärfte er den Missionaren ein, „ihr habt nicht ein Menschenreich auszubreiten, sondern das Reich Christi!“ Wenn die Kirche wahrhaft katholisch sein wolle, dürfe sie „keinem Volk und keiner Nation eine Fremde“ sein.

Über das Missionsverständnis

Es folgt eine Auseinandersetzung mit dem Wandel im Missionsverständnis, er propagiert diese Veränderungen und schrieb deutlich, dass er dieses auch konsequent durchsetzen wolle. Er forderte die Missionsbischöfe auf, die Eigenständigkeit des einheimischen Klerus zu respektieren und voranzutreiben, denn schließlich gehe es ihm um das Bewahren und Modernisieren der Kirche als Institution und um die Verbreitung des Glaubens.

Pflichten der Missionare

Mit seinem Apostolischen Schreiben entsendet er die Missionare und legt ihnen Pflichten auf:

Kolonisierung und Missionierung im Widerspruch

In diesem Schreiben grenzt er deutlich die staatliche Kolonisierung von der christlichen Missionierung ab. Leicht könne man die Einheimischen dann zur falschen Meinung verführen, so dass sie folgendes annehmen könnten: Der christliche Glaube sei die Landesreligion irgendeiner ausländischen Nation und das Christentum annehmen bedeute, sich der Schutzherrschaft eines auswärtigen Staates zu unterwerfen und auf die eigene Staatszugehörigkeit zu verzichten.

Zum 100. Jahrestag

Mit einem Brief, vom 22. Oktober 2017, an den Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker Fernando Kardinal Filoni erinnerte Papst Franziskus daran, dass sich am 30. November 2019 zum einhundertsten Mal die Promulgation des Apostolischen Schreibens Maximum illud jähren wird. Dieses Ereignis habe ihn, auf Vorschlag der Kongregation, veranlasst für Oktober 2019 „einen außerordentlichen Monat der Mission auszurufen, um das Bewusstsein der missio ad gentes wieder stärker wachzurufen und mit neuem Schwung die missionarische Umgestaltung des Lebens und der Seelsorge wiederaufzunehmen“.

Literatur

  • Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden – Kompendium der Soziallehre der Kirche – (Soziallehre und soziale Seelsorge Nr. 524–527), Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 2006, ISBN 3-451-29078-2

Weblinks

  • Text des Apostolischen Schreibens auf vatican.va in englischer, italienischer und lateinischer Sprache

Einzelnachweise


Cento anni di Maximum Illud L’Osservatore Domenicano

Sambut 100 Tahun Maximum Illud, Katekis seIndonesia Ikuti Pertemuan di

Tông Thư MAXIMUM ILLUD Về Việc Truyền Bá Đức Tin Trên Khắp Thế Giới

Misje i misjologia 100 lat po

สมณลิขิตเตือนใจ Maximum Illud